Ingenue

Erstmal vielen Dank für eure wirklich tollen Kommentare zu meinem gestrigen Post 🙂

Immer wenn ich mal zweifel, ob ich noch bloggen soll, will, möchte … brauche ich nur zu diesen Kommentaren zurückkehren und mich königlich amüsieren – wie ihr euch anscheinend auch !! 😉

Heute mal wieder etwas seriöser. Vor einer Woche fertig gestellt, nachdem ich erst unzählige andere Projekte aus der Wolle (Lana Grossa Alta Moda Cashmere) angefangen und wieder aus den unterschiedlichsten Gründen verworfen hatte.

Tada … Ingenue aus Custom Knits. Wie sollte es anders sein, natürlich geändert. Der Ausschnitt war mir zu weit, wollte lieber etwas, das den Hals auch ein bißchen wärmt. Das Garn ist sehr kuschelig und ich mag ihn überhaupt nicht mehr ausziehen – von mir aus kann der Winter kommen … bald 😉

Noch mehr Fotos gibt es hier

My Name is Bond …

Nachdem Stefanie mich nun schon das Bondgirl nennt, hier nun meine ultimative Antwort 🙂

Stefanie – mehr Bondgirl geht glaub ich nicht 😉

Ausprobiert habe ich Vogue 8828 aus einem Viscose Romanit der äußerst zickig zu vernähen war. Er ist dünner und stretchiger und den Schnitt mußte ich, natürlich, mal wieder an meine Formen anpassen. Alleine bei den Ärmeln hätte ich noch jemand mit dazu reinnehmen können …

Das Ergebnis – Achtung Sonnenbrille nicht vergessen, es wird leuchtend !!

Die Fotos werden heute leider nicht besser – sorry

Simplicity 7051 – Änderung der Änderung …

So, kurzerhand nochmal die untere blende abgemacht, die Seiten begradigt und Blende wieder dran.

Eigentlich hätte ich euch gar nicht fragen brauchen … wenn ich schon überlege, dann ändere ich sowieso – nicht wahr Anke 😉

Trotzdem danke für eure Hilfe und Kommentare :-), auch für gestern (hatte ich vorhin ganz vergessen – Asche auf mein Haupt) .

Ist doch besser oder ? Mehr ich 🙂

Simplicity 7051 – noch eine Änderung …

Mädels, ich brauch mal eure Hilfe. Ich habe mein grünes Kleid geändert, da mir der Ausschnitt überhaupt nicht gefiel. Unten und an den Ärmeln habe ich auch eine Blende drangesetzt. Was in der Ursprungsversion noch nicht so auffiel, da der Saum dünner war, sind die sehr ausgestellten Seiten. Ich zeigs mal gerade …

Wenn ich mich so hinstelle, geht es … aber ich kann ja nicht den ganzen Tag in Schräglage laufen 😉

Minime ist allerdings begeistert !!

Meine Frage … kann das so bleiben ? Wie wirkt es auf den Bildern ? Oder muss ich nochmal trennen und die Seiten etwas begradigen ?

Aus alt mach neu oder so ähnlich …

Könnt ihr euch noch an mein Weihnachtskleid vom letzten Jahr erinnern ? Ich habe es genau einmal angehabt, da es am Oberkörper zu eng, ach was sage ich, insgesamt sehr Bewegungsunfreundlich war 😉 Dieses Spannen hätte man schon vorher am Modellfoto erahnen können …

Ich habe mich gestern erbarmt und es mir vogenommen. Erstmal die ganze „Zierde“ runter – hat mir nicht mehr gefallen. Dann die Ärmel rausgetrennt, die Seitennähte am Kleid und am Futter getrennt. Ich war so schlau und hatte wenigstens die Nahtzugaben nicht zurückgeschnitten, nach dem enger machen. Beim Futter mußte ich allerdings an den Seiten Schrägstreifen vom Futterstoff einsetzen. Aus einem Rest von dem Tweed konnte ich auch noch Belege für die Armauschnitte zuschneiden. Das Trennen hat ewig gedauert, da man bei Tweed unheimlich aufpassen muss, nicht was vom Stoff zu erwischen.

Heute morgen dann „mal eben“ den Rest der Änderungen beendet. Jetzt muss ich aber doch langsam mal ins Büro …

Erstmal ganz seriös

Und damit ihr sehen könnt, wie schön ich mich jetzt in dem Kleid bewegen kann, diese hier … 😉

Kleiner Nachtrag: Beim Tragen des Kleides habe ich heute festgestellt, das ich es mit der Weite in der Hüfte doch etwas gut gemeint habe … Dort also wieder einen Hauch enger. Da ich ja schon Übung hatte, hat das Ganze keine 10 Minuten gedauert 😉

Zwischenmass 602104

Diesen Pullover hatte ich schon einmal aus einm unsäglichen Strickstoff genäht, der nach 2 mal waschen aussah wie ein alter Lappen …

Also auf ein Neues … obwohl auch diesmal der Stoff wohl nicht das Wahre ist. Hier gekauft und soll 100% Baumwolle sein. Ich habe den fertigen Pullover gleih erstmal gewaschen, da der Stoff ziemlich hart ist und beim bügeln unfein riecht. Das riechen ist nach der Wäsche vorbei, aber er ist immer noch ziemlich hart und fühlt sich nicht so schön auf der Haut an – deshalb das Shirt drunter. Was mich gewundert hat, bei 100% Baumwolle – ich habe das Teil so glatt wie es jetzt ist aus der Waschmaschine gezogen. Der Stoff knittert nicht ein bißchen … ??

Aber seht selbst

Simplicity 5968

Ich hab ein neues Kleid fertig nach dem Simplicizy 5968 Schnittmuster von 1973.

Änderungen nur die üblichen, sprich die Schultern waren wie immer zu breit und die Brustweite ein bißchen. Sonst hat alles so gepaßt. Vernäht habe ich dunkelblauen Viscoseromanitjersey und gemusterten Baumwolljersey.

Hier das Schnittmuster

Und dann ich 🙂

Beweisfotos …

ich quäle mich wirklich, wie angekündigt, durch die ungeliebte Arbeit von Vorhängen und Kissenbezüge zu nähen. Hier die Beweisfotos

Der Vorhang für die Eingangstür, von meinem Gemahl angemahnt, weil er eigentlich schon letzten Winter davor hängen sollte …

Dann die Kissen für das Recamiere und die beiden Sessel. Wir hatten vor ein paar Monaten alles neu beziehen lassen und ich hatte extra Stoff dazu bestellt um die Kissenbezüge zu nähen

Und dann neue Kissenbezüge für das Sofa – ich liebe dieses Muster !!

Wie ihr seht, alles sehr unspektakulär. Jetzt fehlen noch die Vorhänge im Gästezimmer …

Was für eine langweilige Arbeit 😉

Bloggermanifest – Gedanken

Ich verfolge gespannt die Kommentare auf den Blogs zu unserem als Gruppe geposteten Blogger-Manifest. Ich bin erstaunt und auch überrascht, wer sich davon angesprochen fühlt … Gerade die Bloggerinnen habe ich immer als sehr freundlich und witzig in ihren Kommentaren erlebt.
Das offensichtliche Unverständnis, wie man denn sowas posten kann, da man selber bis jetzt nicht betroffen war, macht mich traurig.
Es geht hier nicht um einen einmaligen Vorfall (der hat nur das Fass zum Überlaufen gebracht) um es mal ganz klar zu sagen. Es geht um ständiges pisacken, schulmeistern und verletzen.
Klar kann ich einfach die Kommentare dieser Art löschen – ein Ärgernis bleiben sie trotzdem.

Mir geht es nicht Kuschelbloggen, man muss mir nicht ständig sagen „das hast du aber fein gemacht …“
Klar möchte ich einen Austausch und konstruktive Kritik. Aber ich möchte nicht geschulmeistert werden !
Klar gefällt nicht jedem, was ich hier so fabriziere, wie ich mich präsentiere und was ich so schreibe – aber warum liest man dann hier mit ???

Ich habe so viele tolle Bloggeerinnen, mit denen ich mich austausche, deren Blogs ich gerne lese und wenn es meine Zeit erlaubt auch gerne kommentiere. Ich weiß auch nicht, ob ich immer den ganz richtigen Ton treffe oder ob ich manchmal ungefragt einen Nähtip gebe, der gar nicht gewollt ist – sollte es so sein, schreibt mich an und ärgert euch nicht !!!

So und jetzt möchte ich für mich erstmal wieder zur Nähtagesordnung zurückkehren und mich weiter mit meiner Overlock rumärgern, bei der ständig der Faden reißt und ich nicht weiß warum …
Dann muss der Vorhang für die Haustür (von meinem Gemahl angemahnt, sollte schon letzten Winter dort hängen …)genäht werden, Gardinen für das Gästezimmer und wahnsinnig spannende Kissenbezüge – ich bin begeistert 😉

Blogger-Manifest

Es gibt kein äußeres Zeichen der Höflichkeit, das nicht einen tiefen sittlichen Grund hätte. Die rechte Erziehung wäre, welche dieses Zeichen und den Grund zugleich überlieferte.
von Johann Wolfgang von Goethe
(28.08.1749 – 22.03.1832)

Wir haben, wenn wir uns umschauen, eine Bloglandschaft entstehen lassen, die vielfältig, bunt und abwechslungsreich ist. Wir haben Bloggerinnen, die sich unterscheiden:
Große und Kleine, Dicke und Dünne, Graue und Bunte, Junge und Alte. Und all diejenigen dazwischen. Manche nähen, andere stricken, einige tun beides, wieder andere können noch mehr. Es gibt Bilder, die sprechen und Texte, die malen. Es gibt die Ausschweifenden und die sich Kurzfassenden.
Aber wir unterscheiden uns nicht nur, wir sind uns auch einig in vielen Dingen:
Wir lieben unser Hobby. Wir sind stoff- und/oder wollsüchtig. Wir suchen Inspiration, wir teilen sie. Wir machen uns Gedanken über unsere Kleidung und finden anderes dennoch wichtiger. Wir schreiben Blogs und wir lesen sie. Wir suchen Rat und gewähren Hilfe. Und von Zeit zu Zeit ärgern wir uns:
Über uns und einen dummen Fehler. Über unseren Fehlkauf. Über eine falsche Entscheidung. Über unsere Familie, Kollegen, den Autofahrer, der uns die Vorfahrt genommen hat.
Im virtuellen Raum ärgern wir uns auch – manchmal. Wenn das Postfach mit Spam zugemüllt wird. Wenn die Schuhe in 39 ausverkauft sind, weil man eine Minute zu spät geklickt hat. Wenn das Schnäppchen bei ebay uns vor der Nase weggeschnappt wird.
Oder wenn es unseren Blog, den Blog der virtuellen (oder ganz und gar realen) Freundin angeht. Wenn die Höflichkeit nicht gewahrt wird. Ganz klar: über manche Kommentare ärgern wir uns.
Das kann ein kleiner, flüchtiger Ärger sein, weil eine von uns gestellte Frage zu klar beantwortet wurde.
Das kann ein größerer Ärger sein, wenn man von einer anonymen Person übelst beschimpft worden ist.
Es kann aber auch ein stetiger Ärger sein, der immer wieder an uns nagt. Nichts wirklich Schlimmes, Bösartiges, aber eben doch bissig. Ein Kommentar, der ungefragt und unhöflich abgegeben wird. Der klein macht, der traurig macht, der unsicher macht. Immer und immer wieder. Der uns zweifeln lässt: an dem Selbstgemachten, an unserem Spiegelbild, an unseren Talenten. Der manchmal ins Schwarze trifft. Oft aber daneben.
Auch unser eigenes Verhalten macht uns dann zu schaffen: sollen wir einen solchen Kommentar wortlos löschen (was uns irgendwie feige vorkommt)? Sollen wir ihn ignorieren (was wir zumindest gedanklich ja nicht tun)? Ihn ernst nehmen, darauf antworten, eine – ungewollte – Diskussion in unserem Blog, unserem Tagebuch lostreten? Einen gemeinen Kommentar zurück schießen? Was immer wir tun, wir fühlen uns nicht wohl.
Und warum? Nicht, weil jemand vielleicht den Finger auf den richtigen Punkt gelegt hat oder seine – von unserer eigenen Auffassung abweichende – Meinung kundgetan hat. Sondern, weil der Kommentator unhöflich war und von Unhöflichkeit ist unsere Welt zu voll. Nur, was ist unhöflich?
Es ist unhöflich, einer Mitbloggerin die eigene Meinung ungefragt und ohne Bitte, Danke, Darf ich aufzudrängen.
Es ist unhöflich, einer Strickanfängerin zu sagen, wie verzogen, krumm und schief ihr erstes Werk ist.
Es ist unhöflich, einer runden Bloggerin mitzuteilen, dass sie mit ihrer Figur doch besser auf dieses oder jenes verzichten solle.
Es ist unhöflich, eine große Bloggerin zu fragen, ob sie sich in den hohen Schuhen nicht wie eine Giraffe fühlt.
Es ist unhöflich, ungefragt mehr als einen Link in einen Kommentar zu setzen.
Es ist unhölflich, einen Kommentar abzusenden, der kaum lesbar ist, weil Dinge wie Recht-, Groß- und Kleinschreibung als unwichtig erachtet werden.
Es ist unhöflich, eine Diskussion zu erzwingen.
(All dies sind Beispiele von verschiedenen Kommentatorinnen auf verschiedenen Blogs.)
Es ist – kurz gesagt – unhöflich, sich nicht wie ein Gast zu benehmen.
Gerne kommt die Ausrede, dass wir uns mit unserem Blog, mit Text und Bild ja in die Öffentlichkeit begeben hätten und deshalb nun auch alles gelten lassen müssten – wer das nicht könne, müsse halt das Bloggen beenden.
Ja. Bloggen ist öffentlich. So öffentlich wie das Einkaufen gehen, das im Kaffeehaus sitzen, das Busfahren. Aber ist es deshalb in Ordnung, durch die Straßen zu rennen und jede Frau anzuhalten, die den eigenen Ansprüchen nicht genügt?
„Hallo, Sie da! Also Orange ist ja mal gar nicht ihre Farbe, ziehen Sie das bitte aus, Sie sind hier schließlich in der Öffentlichkeit. Und Sie da hinten, ja Sie: ähm, enger Rock? Bei Ihrem Hintern? Also raus hier, ich will ungestört Bus fahren …“ Geht nicht? Stimmt, geht nicht.
Man kann auch kommentieren, ohne ein Mindestmaß an Höflichkeit zu verlieren. Oder ich kann den Weg über eine persönliche Mail wählen, wenn ich das Gefühl habe, jemanden mit meinen Tipp einen echten Gefallen zu tun. Ich kann kurz anfragen: „Darf ich etwas dazu sagen, auch wenn ich anderer Meinung bin?“
Oder ich kann meine Meinung für mich behalten, wenn ich merke, die Bloggerin ist mit dem Gezeigten glücklich und fühlt sich wohl; ja, ich kann sogar in mich hineingrinsen, wenn es mir gar nicht gefällt. Wir sind unterschiedlich und haben einen unterschiedlichen Geschmack – das müssen wir respektieren, auch wenn es manchmal schwer fällt.
Ich kann sogar helfen, kritisieren und ehrlich sein – und dabei meine Höflichkeit bewahren. Ich muss mich immer dem Ton, den Gebräuchen meiner Gastgeberin anpassen. Die eine Bloggerin fragt: „Was kann ich tun? Steht mir dies, steht mir das?“ Die Andere hingegen berichtet nüchtern, was sie mag, was nicht. Wieder Andere mögen es lieb und sanft – ich als Kommentatorin und Mitbloggerin belasse es dabei. Blogs, die ich lieber anders hätte als sie sind, besuche ich nicht mehr. Blogs, die ich liebe, behandele ich mit Freundschaft. Bloggerinnen, die ich gut kenne, bekommen mich ungeschminkt. So einfach kann das sein.
Wir möchten unsere Bloglandschaft genauso bunt und vielfältig erhalten, wie sie ist. JEDE soll ihren Platz finden können. Aber bitte bemühen wir uns ALLE jederzeit um Höflichkeit.

Es handelt sich bei diesem Text um Gedanken die sich heute mehrere Bloggerinnen einschl. mir zusammen gemacht haben und von Einer von uns in Schriftform gesetzt wurde. Ihr werdet diesen Text zeitgleich auf mehreren Blogs antreffen und seit herzlich dazu eingeladen bei gleicher Meinung den Text zu kopieren und auf Eurem Blog ebenfalls zu posten.